Liquid selber mischen: So gehts!

Wenn du schon einige Zeit am Dampfen bist, wird dir sicherlich irgendwann eine Idee kommen: Liquid selber mischen. Der Einstieg scheint meist sehr kompliziert und schreckt ab. Du musst dir aber keine Sorgen machen! Der E-Zigaretten Guru zeigt dir, worauf du achten musst und wie das Mischen funktioniert. Wir gehen hierbei auf Liquid mit und ohne Nikotin ein.

Das Basisliquid

Liquidbasen bestehen aus PG (Propylenglycol), VG (pflanzliches Glycerin) und eventuell Wasser. Zu Beginn solltest du dir deine Wunschbase auswählen und dein Ziel festlegen: Viel Dampf oder starke Geschmack. Je nach deinen Wünschen musst du das Verhältnis von PG zu VG und eventuell H20 auswählen.

Das zähflüssige pflanzliche Glycerin (VG) ist verantwortlich für eine dichte Dampfentwicklung und ein relativ schlechter Geschmacksträger. Propylenglycol (PG) ist hingegen ein sehr guter Geschmacksträger, entwickelt aber nur wenig Dampf. Außerdem sorgt PG für den Flash beim Dampfen. Wasser (H20) wird seltener verwendet und dient dazu, die Basis etwas dünnflüssiger zu machen. Ziel ist, dass die Schleimhäute beim Dampfen nicht zu sehr ausgetrocknet werden.

Je nach Ziel (Viel Dampf, wenig Geschmack oder wenig Dampf, starker Geschmack) musst du also dein Verhältnis anpassen. Du brauchst entweder mehr PG oder mehr VG. Als Anfänger kannst du sorgenfrei eine 50% PG / 50% VG Basis wählen. Wenn du etwas tiefer im Thema Liquid selber mischen bist, kannst du variieren und so das perfekte Verhältnis wählen. Du kannst die Komponenten entweder selber kaufen oder fertige Basisliquids kaufen.

Gesetzlich festgelegt ist, dass die Basen kein Nikotin enthalten dürfen. Daher musst du neben der Basis auch sogenannte Nikotinshots kaufen. Diese enthalten verschiedene Nikotinstärken und werden der Basis hinzugemischt. Möchtest du kein Nikotin im Liquid haben, brauchst du natürlich auch kein Shot.

Du hast Probleme beim Berechnen der benötigten Anteile? Dann hilft dir unser Liquid Rechner!

Los gehts: Zum Liquid Rechner

Aroma

Erst durch das Aroma erhält das Liquid seinen Geschmack. Das Basisliquid ist nämlich komplett geschmackslos. Bei den Aromen musst du auf die Dosierempfehlung des Herstellers achten. Diese geben meist einen Prozentanteil an, welchen du beim Mischen beachten solltest. Auf keinen Fall darfst du das Aroma pur dampfen!

Kennst du noch diese Momente im Matheunterricht, in denen du dich gefragt hast, wofür du das soeben gelernte jemals brauchen wirst? Genau jetzt bekommt alles einen Sinn! Denn beim Ausrechnen des benötigten Aromas benötigst du Kenntnisse in der Prozentrechnung. Da die Aromadosierung in Prozent angegeben wird, ändert sich die benötigte Menge in Abhängigkeit von der gewünschten Liquidmenge.

Das Berechnen ist jedoch gar nicht so schwer. Du teilst einfach die Zielliquidmenge (ml) durch 100 und multiplizierst das Ergebnis mit der Prozentangabe des Herstellers. Willst du zum Beispiel 100 ml Liquid an mischen und hast vom Hersteller 7% Aromaanteil vorgegeben bekommen, lautet die Rechnung so:

100/100 ist 1
1 mal 7 ist 7

Du benötigst also 7ml Aroma bei einem Zielliquid von 100ml.

Du kannst das Liquid nun noch einige Tage stehen lassen oder direkt los dampfen. Beim Thema Reifung spaltet sich die Dampfer-Community. Einige Dampfer sind der Meinung, dass ein Liquid erst ein paar Tage reifen muss und andere legen gerne direkt los. Am besten testest du das bei deinem Liquid einfach aus und wählst den perfekten Weg für dich.

Liquid selber mischen - Ganz einfach! | E-Zigaretten Guru
Liquid selber mischen: Ganz unkompliziert!

Was benötige ich an Zubehör?

Wir benutzen immer Messzylinder zum Abmessen der richtigen Verhältnisse. Dafür haben wir direkt ein Set mit mehreren Zylindern* in verschiedenen Größen besorgt. Die Komponenten könnt ihr am besten mit einer Spritze mischen. Die Spritzen* sind im Regelfall auch nochmals mit einer Messskala bedruckt und ihr könnt so perfekt im Milliliter-Bereich arbeiten. Natürlich braucht ihr noch leere Flaschen* für das Liquid. Achtet da auf die Qualität! Wir haben auch schon diverse Flaschen gehabt, wo nach einiger Zeit Benutzung das Liquid überall rauslief.

Mischt ihr sehr viel Liquid in vielen Flaschen lohnt sich ein Etikettendrucker, damit ihr stets den Überblick behaltet. Am besten druckt ihr euch den Namen des Liquids, das Herstellungsdatum sowie den Nikotingehalt auf eure Flaschen.

Kosten sparen beim Selbermischen

Neben der kompletten Kontrolle deines Liquids (Dosierung, Geschmack…) sparst du durch deine eigene Mischung auch noch eine Menge Geld. Das du allgemein schon eine große Summe sparst, wenn du vom Rauchen auf das Dampfen umsteigst, sollte dir schon bekannt sein. Neben den Verschleißteilen ist das Liquid meist der größte Kostentreiber beim Dampfen.

Wir verzichten jetzt auf eine detaillierte Gegenüberstellung, jedoch können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass wir beim Selbermischen bei ca. 1,50€ pro 10 ml Liquid liegen. Geht man nun von 5€ pro 10 ml für eine Fertigmischung aus, wird der Kostenvorteil schnell deutlich. Das Zubehör muss zwar angeschafft werden, allerdings ist der Anschaffungspreis bei diesen Ersparnissen zu vernachlässigen.

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Kategorien: Ratgeber